RiffReporter: neues journalistisches Publizieren

Ein Korallenriff ist eine von Korallen gebildete Struktur im Meer, die groß genug wird, um einen bedeutenden physikalischen und ökologischen Einfluss auf ihre Umgebung auszuüben. Christian Schwägerl, Wissenschafts- und Umweltjournalist aus Deutschland, hatte diese wunderbare Lebensgemeinschaft von Korallen, Schwämmen, Krebstieren und Fischen vor Augen, als er gemeinsam mit Tanja Krämer und anderen MitstreiterInnen eine Plattform für das freie journalistische Publizieren entwickelte. So ist der Name RiffReporter entstanden.

Auf www.riffreporter.de finden Leserinnen und Leser fundierten, vielfältigen Journalismus zu Wissenschaft, Gesellschaft, Kultur, Umwelt und Technologie – direkt von professionellen freien Autorinnen und Autoren. Ziel der RiffReporter Genossenschaft ist es, den öffentlichen Diskurs zu bereichern und den freien Journalismus zu stärken, indem sie eine kooperative Infrastruktur für neue journalistische Projekte aufbaut.

RiffReporter ist eine Plattform, auf der freie JournalistInnen eigene thematische „Magazine“ bzw. Schwerpunkte gründen können, wie z.B. über Vogelbeobachtung (Flugbegleiter), Klimaforschung (Klima social), Museen (Debatte Museum), Weltraum (Die Weltraumreporter) und viele mehr. AutorInnen können dort aber auch Einzelartikel veröffentlichen. RiffReporter hat dafür ein eigenes Content Management System programmieren lassen, das alle Stückln spielt – Verwaltung für AutorInnen und LeserInnen, Abrechnung, Abos, Newsletter und was man sonst noch alles braucht. Neben Texten können  Fotos, Videos, Audios, Grafiken usw. eingebaut werden. Jeder Autor und jede Autorin kann  selbst entscheiden, was er oder sie für seine/ihre jeweiligen Angebote nützen will. RiffReporter ist kein Verlag und kein Blog, kein Online-Magazin mit Paywall und keine Verkaufsplattform, die sich um die Vermarktung meiner Artikel kümmert. Bei RiffReporter machen die JournalistInnen und FotografInnen alles selbst – unterstützt von der gemeinsamen Infrastruktur.

Dafür muss man einen Aufnahmeantrag stellen, die gemeinsamen ethischen Standards akzeptieren und einen AutorInnen- und Genossenschaftsbeitrag zahlen. Kosten für den Start: 250 Euro. Im laufenden Betrieb gehen 15 Prozent der Einnahmen für Artikel oder Abos plus MWSt. an die Genossenschaft. Wichtig ist, eine treue Community von LeserInnen und FörderInnen aufzubauen.

Da RiffReporter ein völlig neues Konzept ist, gab es bei unserem Stammtisch am 16. April, bei dem Gründer Christian Schwägerl zu Gast war, auch viele Fragen, die wir hier nicht alle wiedergeben können.

Wer eine eigene „Koralle“ für das Riff gründen oder sich an einer bestehenden oder in Aufbau befindlichen beteiligen möchte, kann sich hier https://www.riffreporter.de/was-ist-riffreporter ausführlich informieren und weitere Fragen an das RiffReporter Team stellen. Freischreiber Österreich Vorsitzende Sonja Bettel arbeitet übrigens derzeit am Aufbau der Koralle „Flussreporter“. Wer leidenschaftliches Interesse am Thema Flüsse hat und mitmachen möchte, bitte melden bei sonja.bettel at flussreporter punkt eu.